Unsere ganz persönlichen Lesetipps
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Moritz Eisele empfiehlt:
Ein Roman aus der Provinz über die Provinz, aber alles andere als provinziell
Max und Klara gehören dort nicht hin, in dieses gottverlassene Dorf am westlichen Rand des Königreichs Vierheilig, wo noch die alten Sitten, die alten Rituale, die alte Ordnung herrschen. Wo Männer wie ihre Väter den Ton angeben, schuften und saufen, und Frauen wie ihre Mütter schuften und mit dem Geld, das nicht von ihren Männern versoffen wird, ein mageres Mahl auf den Tisch bringen müssen. Selbst in der fiktiven Vergangenheit des Romans ist dieses verdammte Dorf schon von seiner Zeit überholt. Zum Mann wird man hier durch Dresche, und wer der Größte ist, beweist sich im alljährlichen Wettangeln, wenn auf die Witwer gegangen wird: Urzeitliche Fische, die in einem Kampf auf Leben und Tod aus dem Fluss gezogen werden müssen. Dann stirbt einer der Männer, erschlagen ist er worden, und für Klara und Max ist's an der Zeit, sich zu entscheiden.
Ein historischer Dorfroman über eine alte Welt und ein junges Paar, das in eine neue Zeit aufbrechen will.
Sabine Eisele empfiehlt:
'Und wenn da ein Freund ist, der seine Hand ausstreckt, dann nehmen wir diese Hand, wie widerwillig, beschämt und zornig auch immer. Wir ergreifen sie und ziehen uns heraus aus der Einsamkeit.'
Wenn man alles verloren hat - den Job, die Partnerin, Freunde, eine Perspektive für die Zukunft -, hält die Einsamkeit Einzug. Und wenn sich dann noch die Mutter das Leben nimmt, nachdem schon der Vater Suizid begangen hatte, dann beginnt man, sich Fragen zu stellen. Wie ist man bloß in diese Situation hineingeraten? Und wie findet man wieder heraus? Daniel Haas begibt sich auf die Suche nach dem Ursprung der Einsamkeit, die sich als Leitmotiv durch seine Familiengeschichte zieht. Er beschreibt, wie er sich durch Groll, Ängste, Selbstzweifel und Misstrauen immer wieder selbst isoliert hat, bis er schließlich begreift, worauf es ankommt: auf Akzeptanz und Wohlwollen anderen und dem Leben gegenüber. Am Ende steht ein Ausblick auf ein Leben, frei von den Fesseln der Einsamkeit, hinter denen etwas Neues zum Vorschein kommt: Hoffnung auf Zugehörigkeit jenseits gesellschaftlicher Vorgaben und Zwänge.
'Dieses Buch wird man nicht mehr vergessen.' Alexa Hennig von Lange
Hans-Gerd Raeth
Wir Freitagsmänner
Wer wird denn gleich alt werden?
288 S., geb.
ISBN 9783423285452
23,- EUR

Manuela Wiese empfiehlt:
'Nie wurde die zweite Lebenshälfte köstlicher beschrieben.' Christoph-Maria Herbst.
Stell Dir vor, dein Leben dauert eine Woche - und heute ist Freitag ... Wenn ein Mann bei einem Date gesagt bekommt, dass er älter aussieht als sein brandaktuelles Foto, dann weiß er, die Dinge in seinem Leben laufen nicht gerade toll. So wie bei Henri. Irgendwie geht es ihm okay. Aber irgendwie auch überhaupt nicht: seine Ehe ist Geschichte, die Affäre aber auch. Als sein Hausarzt dann auch noch "die Wechseljahre" bei ihm diagnostiziert, reicht es Henri langsam. Die funkensprühende Gebrauchsanweisung für den Mann in den besten Jahren. 'Ich habe neuerdings ein Loch im Bart. Es ist kein großes Loch. Aber wenn man morgens in den Spiegel schaut und einen älteren, müden Herren mit Brille sieht, der ein Loch im Bart hat, dann ist das ein echter Stimmungskiller. Außerdem hat ein Loch etwas Surreales. Was denkt sich ein Körper dabei, wenn er plötzlich im Bart Testläufe für eine Halbglatze veranstaltet?' Immerhin passt es ganz gut, dass seine Traumfrau Emily als Coach arbeitet. Kann sie ihm helfen? Dummerweise steht Emily privat auf junge Männer. Aber so leicht gibt Henri nicht auf. Er merkt: Er will noch lange nicht aufs Abstellgleis. Und vielleicht sind die Wechseljahre ein Gleiswechsel, den er begrüßen sollte. Fragen Sie als Mann in den Wechseljahren nicht nur Ihren Arzt oder Apotheker, sondern auch Ihren besten Freund, Ihre Ex-Frau, Ihren Hund und am Ende sich selbst, was gut für Sie ist. Männer im gewissen Alter brauchen keinen neuen Anstrich, sondern dieses Buch!
Ingra Orthober empfiehlt:
Hochkomisch und einnehmend erzählt Dario Ferrari von Marcello, der sich erfolgreich dem Erwachsenwerden widersetzt - und dem zusehends die Grenzen verschwimmen: zwischen Literatur und Leben, zwischen dem schreibenden Terroristen und sich selbst.
Marcello, um die dreißig und frischgebackener Ex-Langzeitstudent ohne richtigen Job, wohnt im Touristenstädtchen Viareggio - natürlich bei seiner Mutter. Er fürchtet, seine Freundin könnte es ernst mit ihm meinen, und ebenso sehr, sie könnte ihn verlassen. Seine größte Sorge aber ist: Er will auf gar keinen Fall die Bar seines Vaters übernehmen. Mehr aus Trotz bewirbt sich Marcello um eine Promotionsstelle an der Uni Pisa - und zur allseitigen Überraschung, auch seiner eigenen, bekommt er sie. Schnell gerät Marcello in die Ränkespiele eines legendären Literaturprofessors, der ihm ein Thema für seine Doktorarbeit aufdrückt: das schriftstellerische Werk des linken Terroristen Tito Sella. Doch warum interessiert sich sein Professor so sehr für den kaum bekannten, im Gefängnis verstorbenen Sella? Und was verrät dessen angeblich verschollene Autobiografie?
Marianne Schreiber empfiehlt:
Ein lange nachhallender Roman über die Sehnsucht nach Freiheit und Wurzeln, über Mütter und Töchter und über die Kraft der Natur.
Wittenmoos, ein kleines Dorf im Schwarzwald, ist die Heimat dreier Frauen. Groß und dünn überragen sie alle anderen und wollen so gar nicht in die Dorfgemeinschaft passen. Und doch sind sie hier verwurzelt und müssen ihren eigenen Weg in den engen Grenzen des Dorfes finden. Liese, die still und unerbittlich die Metzgerei führt. Cora, ihre Tochter, die Wütende, die ausbrechen wird und lernen muss, dass Heimkehr keine Niederlage ist. Und Eva, Coras Tochter, die den Wald so sehr liebt und sich dessen erst bewusst werden muss. In dunkler, satter, aber auch zarter Poesie erzählt Hannah Häffner mit stilistischer Präzision, feinem Humor und einer subtilen Beobachtungsgabe die Geschichte dreier Frauen, die sich von den 60-er Jahren bis in unsere Zeit spannt.
"Die Riesinnen" saugen einen auf der ersten Seite ein, und am Ende dieses Drei-Generationen-Porträts großer Frauen wird man atemlos ausgespuckt. Wüst, wild, bewegend und voller Poesie.' DORIS KNECHT
Anthony Ryan
Flut aus schwarzem Stahl
Zeit des Zorns 1
640 S., geb.,
ISBN 9783608966411
26,- EUR

Hannes Fessler empfiehlt:
Anthony Ryan ist zurück - und mit ihm eine neue Zeit des Zorns
Das Land Ascarlia ist ein sagenumwobenes Reich, das seit Jahrhunderten von den Schwesterköniginnen regiert wird. Niemand hat je gewagt, ihre Herrschaft in Frage zu stellen. Bis jetzt. Gerüchte berichten von Langschiffen mit tätowierten Kriegern, die unter den Bannern eines mörderischen Kultes segeln, der lange für ausgestorben gehalten wurde. Eine Flut aus schwarzem Stahl, die alles zu verschlingen droht ... Thera Schwarzspeer, die bevorzugte Dienerin der Schwesternköniginnen, wird beauftragt, die Wahrheit hinter den Gerüchten aufzudecken. Während sie gen Norden segelt, begibt sich ihr verhasster Bruder Felnir auf seine eigene Reise. Er hofft, die Gunst der Königinnen auf Kosten seiner Schwester zu sichern. Beide Geschwister - gemeinsam mit einer brillanten jungen Schreiberin und einem Gefangenen mit einer erschreckenden, urtümlichen Macht - werden eine Rolle im heraufziehenden Sturm spielen. Zwischen dem Zwist der Geschwister und den unerbittlichen Machtkämpfen am Hof der Königinnen hat die Zeit des Zorns begonnen ... Flut aus schwarzem Stahl ist der packende Auftakt zu einer neuen epischen Fantasy-Blockbuster-Serie des internationalen Bestsellerautors Anthony Ryan, dessen Bücher sich weltweit millionenfach verkauft haben.









